In Uncategorized on Juni 28, 2006 at 9:47 am
Die Sprache ist ein so wunderbares Ventil um den Dingen freien Lauf zu lassen. Meine Gedichte stöbern in allen Lebensbereichen und erzählen aus ebenso vielen.
Bordsteingespräche war 2006 die Erfüllung eines Traums. Mein erster Gedichteband, im dem ich neben den Kapiteln Sonne, Meer, Regen und den Leben in Städten vor allem auch gesellschaftliche Grenzthemen verdichtet habe. Wozu über etwas schreiben, was schon zig mal geschrieben wurde? Deswegen habe ich mich zum Teil auch in Bereiche vorgewagt, die nicht immer nur gefällig waren. Sofern man das heutzutge so einfach bewerkstelligen kann. Leicht wird es einem nicht gemacht individuell zu sein. Überall wartet der Mainstream und Gleichschritt um gesehen zu werden. Ein paar weniger schaffen es auch anders. Denen gebührt mein größter Respekt.
Brandstifter
Lass uns den Wein gießen,
die Reben einer lumpigen Zeit retten,
auf den steinernen Hängen.
Sieh, wie drohendes Feuer
schwarze Flecken
in unsere Erde brennt,
die wir gehegt und gepflegt haben.
Ach, woher kommen
die Winde und Stürme bloß?
Wie Kreuzzüge verwüste sie
jedes Land,
in dem so fruchtbarer Boden ist.
(Kreta 2007)
