Die Sprache ist ein so wunderbares Ventil um den Dingen freien Lauf zu lassen. Meine Gedichte stöbern in allen Lebensbereichen und erzählen aus ebenso vielen.

Bordsteingespräche war 2006 die Erfüllung eines Traums. Mein erster Gedichteband, im dem ich neben den Kapiteln Sonne, Meer, Regen und dem Leben in Städten vor allem auch gesellschaftliche Reizthemen verdichtet habe. Wozu über etwas schreiben, was schon früher geschrieben wurde? Für das eine oder andere Thema trifft dies voll zu.  Doch was wäre ein guter Gedichteband ohne „Schmerz, Freiheit und Gefühl?“ So handeln wie fünf Millionen Bücher, Songs und Filme auch viele meiner Texte  von der Liebe und Sehnsucht und der Suche nach dem Glück. Das prägt unser Leben!

Nach Konrastströme in 2008, ist nach vier Jahren in denen ich stressbedingt wenig zu Papier gebracht habe was gut war „Stadtgestöber“ entstanden. Ein Buch, das zwanzig Jahre meines Lebens aufgesammelt hat und schöne Jahre neben schwierigen Zeiten stellt, vergleicht, zurückblickt – und dem Leben dann und wann auch endlich wieder freudig zuzwinkert.

 

Das mit der Adresse

Wollen wir –
so ewigsein?

Die Abschnitte
wie Zigeuner leben.
Überall –
doch nirgends zuhause.

In den Kneipen,
wenn uns danach ist,
die wilden Herzen
aus den Wänden reißen.

Rein und raus
gehen wir
aus den Hinterhöfen,
meist dann,
wenn die Nacht
später als 12 schlägt.

Irgendwann,
wenn die Jahre
auf den Straßen liegen,
fragst du dich
nach deiner Adresse.