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Stefan Offenbecher

Bordsteingespräche

Verlag: Wiesenburg Verlag
ISBN: 3939518158

Erscheinungsdatum: 31.08.2006

Link zur Empfehlung im FAZ Literaturkalender:

http://literaturkalender.faz.net/neuerscheinungen.php?monat=08-2006&id=294&genre=0&LITFAZSESSION=9b62cc9aba2191d6cfc9b02e8717476c

 

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Damals war ich als Neuling  auf  der Lyrikseite Gedichte.com und mit Username Kerlchen32 zwischen all jenen, die ich für so viel talentierter hielt als mich selbst hielt sehr überrascht und erfreut über diese positiven Worte Worte.

 

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Vorwort zu Bordsteingespräche

Vor etwa einem halben Jahr lernte ich Stefan Offenbecher   auf dem wohl größten Internet-Diskussionsforum für Lyrik im deutschsprachigen Raum kennen – auf http://www.gedichte.com. Was mich auf ihn aufmerksam machte, war einerseits sein gewaltiger Output an neuen Gedichten und zum anderen die kristallklare Sprache. Was Stefan  Offenbecher  in seinen Gedichten erzählt und wiedergibt, ist das pure Leben, wie man es tagtäglich auf der Straße, zu Hause, in Clubs und in der Ferne erleben kann. Und wenn man seine Gedichte liest, entdeckt man sofort den unbestechlichen Blick eines Mannes, der es nicht verlernt hat, auf die Nebensächlichkeiten des Alltags zu achten und getreu wiederzugeben. Ein aufmerksamer Mitmensch, der Momente zu Lyrik verdrillt.

William Carlos Williams schrieb einmal in einem Essay, dass, wenn man neue Gedichte verfassen wolle, die der Zeit gerecht werden sollen, in der man lebt, der Dichter auch die Sprache verwenden soll, wie er sie rings um sich im Leben findet. Keine kunstvolle und überkandidelte Kryptik, auch kein sentimentales Bauchnabelschauen. Denn das Gedicht ist ein Ding an sich. Stefan  Offenbecher  hat nicht nur den Blick und das Verständnis für all das, was ihm täglich widerfährt, er hat die geradezu göttliche Gabe, all dies wiederzugeben ohne dabei zu werten. Hinter seinen Zeilen und Strophen steht ein tiefes Wissen um Grundsätzliches: Hör niemals auf, aufmerksam zu sein, denn dies käme dem Tod gleich. Stefan  Offenbecher spricht den Leser ungemein direkt an; das war es, was mich von Beginn an so an seiner Lyrik faszinierte. Er setzte sich auf dem oben genannten Diskussionsboard gegen Formalisten, Zyniker und Tränenlyriker durch, und seine Texte wurden von mal zu mal besser, genauer, intensiver. Die Zyniker verstummten und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis er sich aus der virtuellen Welt erheben würde, um ein Buch herauszubringen.

Hier legt der junge Autor nun seinen ersten Gedichtband vor. Mit diesen Texten begleiten wir einen Beobachter der freundlichen Art, gehen Seite an Seite durch helle Tage und dunkle Nächte. Er verschließt den Blick vor nichts, und unverbrüchliche Aufrichtigkeit scheint seine Maxime zu sein. Das macht ihn und seine Texte zutiefst glaubwürdig. Aber auch beängstigend; zeigt doch seine Lyrik, wie sehr wir verlernt haben, die Banalitäten und Nebensächlichkeiten des Lebens zu achten – nicht zu verachten, sondern als zusätzlichen Reichtum in unser aller Leben zu integrieren.

Hier, auf der nächsten Seite beginnt eine Reise, auf der man lernen kann, den ungetrübten Blick zu schätzen; die Aufrichtigkeit des Dichters. Und für mich, eine neue Erfahrung: Dankbarkeit für all diese Zeilen, die mich so unmittelbar berührt haben.

Peter Nathschläger

Vorwort zu Kontrastströme

Stefan,

ich kann mich nicht mehr an den Moment erinnern, als Du im Berg meiner Lieblingsbücher auf meine Gedichtbände gestoßen bist. Aber ich kann mich lebhaft an Deine Verblüffung erinnern: „DU liest Gedichte?“ Wir hatten einen Berührungspunkt unserer so verschiedenen Lebenswelten gefunden.

Seitdem lässt Du mich an Deinen Gedichten teilhaben und ab und an finde ich mich als Teil in ihnen wieder. In diesen inzwischen vielen Jahren hat sich viel in Deinem Leben getan. Doch egal was rund um Dich passiert, Stillstand kann es nicht benannt werden. Das wäre für Dich wie der Verlust der Neugier, der Verzicht auf Spannung.

Der Spiegel sind Deine Gedichte. Auf ihm malst Du mit Worten Bilder, schaffst es Gedanken und Gefühle kurz und knapp festzuhalten. Ohne diese einzufrieren bleiben diese Momente lebendig und Du gibst ihnen die Möglichkeit, jeden Tag in einem neuen Licht zu erscheinen.

Doch Du malst nicht nur in diesen Spiegel. Manchmal suchst Du Dir eine Feder, spitzt sie zu um deutliche Worte unauslöschlich auf ihm zu fixieren. Nicht alle Facetten im Leben sind schön, hinterlassen Kratzspuren auf der Seele und sie werden nicht besser, wenn sie unter den Teppich gekehrt werden. Ignoranz ist für Dich keine Lösung, Du schaust den Problemen ins Gesicht, nennst sie beim Namen und hilfst, wo Du kannst.

Gedichte sind meine Wegbegleiter, wie Du als Freund mal mit Witz, mal mit philosophischer Keule heute himmelhoch jauchzend und gestern noch grau verhangen, wie der Himmel über uns ein Hier und Jetzt voller Kontraste und trotzdem gemeinsam im Fluss und in vielem ist unser geliebter Stuttgarter Westen greifbar.

Karin Brinker

 

 

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